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Nanny-Begriffs-Wirr-Warr: Betreuungsformen und Angebote

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Nanny-Begriffs-Wirr-Warr: Betreuungsformen und Angebote

In der privaten Kinderbetreuung sehen sich Eltern heute mit verschiedenen individuellen Betreuungsformen und Angeboten konfrontiert. Die Begrifflichkeit ist verwirrend und die Differenzen  bei der Lohnvorstellung sind enorm. Damit Eltern je nach Situation die passende Betreuungshilfe finden können, sind hier die 4 gängigsten Begriffe formuliert:

 

Nanny

Die Nanny wird auch Kindermädchen, Kinderfrau, oder Kinderbetreuerin genannt. Sie wohnt in ihrer eigenen Wohnung. Aus verschiedenen Gründen kann eine „live in“-Nanny (wohnt in eigenem Zimmer bei der Familie) der Situation besser entsprechen. Im Rahmen von Vereinbarungen mit der Familie über die Erziehung, Förderung und Ernährung usw. gestaltet die Nanny den Tag mit den Kindern selbstständig Sie ist zuständig für das Wohlergehen und die Erziehung der Kinder und kleinere Hausarbeiten, die im Zusammenhang mit den Kinder anfallen. Im Zentrum stehen die zuverlässige Betreuung sowie altersgemässe Förderung und Begleitung des Kindes. Eine qualifizierte Nanny hat einen Lehrgang Nanny SRK, eine Ausbildung zur Fachfrau Betreuung, Kindergärtnerin oder Kinderkrankenschwester. Je nach Alter und Ausbildung der Nanny, bringt sie Berufserfahrung und -kenntnisse mit. Die Kinder haben immer erste Priorität Das Betreuungsverhältnis  Nanny / Kind ist meistens regelmässig und oft langfristig.

Vorteil: Das Kind ist in seinem vertrauten Umfeld. Der Tagesablauf bleibt derselbe, unabhängig der Arbeitssituation der Eltern.

Lohnempfehlung: Die Nanny wird nach den Lohnrichtlinien einer Fachkraft Betreuung entlöhnt. Diese sind je nach Kanton unterschiedlich. Auf der Homepage des NannyVereins sind die des Kantons Zürich angeben.

 

Tagesmutter / Tagesvater

Die Tagesmutter bietet den Tageskindern eine familienähnliche Betreuung. Sie betreut bis zu 5 Kinder (maximal 3, wenn diese unter 18 Monate alt sind) in ihrem eigenen Zuhause. Die Tageskinder werden in den Familienalltag integriert und erleben eine familiäre und kinderfreundliche Umgebung. Durch die Aufnahme von Tageskindern entsteht eine “Grossfamilie, in der ein Kind viele Möglichkeiten hat, seine sozialen Kompetenzen auf natürliche Weise zu üben. Die Tagesfamilie kann auf individuelle Bedürfnisse von Kindern (Ernährung, Behinderung) und Eltern (Arbeitszeiten), aber auch veränderten Bedürfnissen (Eintritt in den Kindergarten oder Schule) recht flexibel eingehen. Die qualifizierte Tagesmutter hat einen Grundkurs „Tagesfamilien“ absolviert, in dem grundlegende Fähigkeiten vermittelt werden. Für die Betreuung von Säuglingen ist ein weiterer Kurs Usus. Bei jährlichen Fortbildungen und pädagogischen Treffen wird das Wissen vertieft und Erfahrungen ausgetauscht.

Vorteil: Das Tageskind hat die Möglichkeit sich mit anderen Kindern zu treffen und Neues zu entdecken.

Lohnempfehlung: Tagesfamilien Schweiz gibt eine Lohnempfehlung ab. Hier wird berücksichtig, dass eine Tagesmuttter keinen Arbeitsweg hat und neben der Kinderbetreuung ihren Haushalt führen kann. Dazu kommt die Tatsache, dass die Tagesmutter, gleichzeitig bis zu 5 Kindern betreuen kann.

 

Babysitter

Ein Babysitter ist eine Person, die stundenweise - regelmässig oder gelegentlich – die Kinderbetreuung übernimmt. Oft sind es Schüler oder Studenten, die sich in Abwesenheit der Eltern um die Kinder kümmern, um etwas Geld zu verdienen. In dieser Funktion nehmen die Betreuer keine erzieherischen und fördernden Massnahmen wahr. Es geht nur darum, die Kinder zu betreuen, dass sie nicht alleine sind. Deshalb verfügt der Babysitter selten über eine pädagogische Ausbildung. Empfehlenswert ist aber ein Babysitter-Kurs und ein Nothelferkurs. Babysitten ist ab 13 Jahren erlaubt, da Jugendlichen unter 13 Jahren jegliche Form von Arbeit untersagt ist.

Vorteil: Die Eltern können sich kurze Auszeiten nehmen und wissen die Kinder in sicherer Obhut. Ein Babysitter ist günstiger als oben genannte Bereuungsalternativen.

Lohnempfehlung: Der NannyVerein Schweiz schliesst sich den Empfehlungen des SRK Zürich an: http://babysitter.redcross.ch/de/tarife-und-versicherungen-fuer-babysitter

 

Au-pair

Als Au-Pair bezeichnet man Jugendliche, in Ausnahme auch ältere Personen, die gegen Verpflegung, Unterkunft und Taschengeld bei einer Gastfamilie im In- oder Ausland tätig sind, um im Gegenzug Sprache und Kultur des Gastlandes bzw. der Gastregion kennenzulernen. Die Aufgaben eines Au-Pairs liegen hauptsächlich in der Kinderbetreuung, zusammen mit der Mutter oder dem Vater. Zudem wird eine Mithilfe im Haushalt erwartet. Ganz wichtig: Au-Pairs sind Lernende, vergleichbar mit Praktikantinnen, und dürfen nicht für längere Zeit (mehr als zwei Stunden, z.B. zum Einkaufen) mit den Kindern alleine gelassen werden.

Vorteil: Die Eltern erhalten eine zeitweise Entlastung in der Kinderbetreuung. Die Kinder lernen eine andere Kultur und vielleicht sogar eine andere Sprache kennen.

Lohnempfehlung: Keine.

 

Das war ein Gastbeitrag vom NannyVerein Schweiz


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