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Mein erster Arbeitstag als Nanny

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Mein erster Arbeitstag als Nanny

nannyvermittlung.ch veröffentlicht unter der Kategorie #DankeNanny Stories von Familien und Nannies. Heute schreibt eine Nanny:

 

Mein erster Arbeitstag als Nanny. Es klappt besser als erwartet.

Die drei Kinder kommen zum Mittagessen aus der Schule nach Hause. Es gibt Pasta mit Bolognesesauce und Rohkost: Tomate, Gurke, Pepperoni... und es schmeckt allen. Jeder erzählt eine kleine Geschichte, die heute morgen im Schulalltag passiert ist und die Mittagspause ist schnell vorbei. Jeder räumt seinen Teller, Trinkbecher und das Besteck in die Küche. Noch schnell Zähne putzen und weiter geht es mit dem Schulalltag.

Am Nachmittag bringt [...], der jüngste der drei Kinder, einen Freund mit zum Spielen. Die beiden kommen auf die Idee, bei dem Spielkameraden zu Hause anzurufen, um dort Bescheid zu geben, dass er hier bei uns ist. Beim Wählen am Telefon hat [...] sich wohl vertan und hat statt 044 die 144 angerufen. An seinem erstaunten Gesicht (der Blick, wie er mich anschaut), seiner Reaktion und seinen Antworten am Telefon merke ich, dass etwas nicht gut ist, aber er klärt es selbst: es ist der Notruf! Jetzt wissen wir alle, WELCHE Nummer das ist! [...] berichtet ganz aufgebracht über den Anruf und die beiden Freunde diskutieren noch eine Weile. Treuherzig fragt mich [...]: "koschd des öppis?" und meint, ob er (oder seine Eltern) jetzt den Anruf oder gar den Einsatz bezahlen müssen. Ich kann die beiden beruhigen und erkläre, dass es ein Versehen und kein Unfug (oder Absicht) war, das kann man entschuldigen und ist für dieses Mal ohne Konsequenzen oder Kosten. Sie sind sehr erleichtert über meine Antwort und ich erinnere sie, dass sie doch eigentlich jemand ganz anderen anrufen wollten. Dieses Mal gehen sie kein Risiko ein und machen sich selbst auf den Weg zum Spielkameraden nach Hause, um persönlich Bescheid zu geben, dass sie den Nachmittag draussen spielen wollen.

Meine Erkenntnis nach dem ersten Arbeitstag

Wichtig ist für mich gelassen zu bleiben, auch wenn es noch so turbulent zu und hergeht. Klare Ansagen zu machen und das immer auf Augenhöhe. Authentisch bleiben - Kinder haben "Antennen", d.h. ein ganz feines Gespür für bestimmte Situationen und Stimmungen und last but not least eine gute Portion Humor in den Alltag mit einzubringen. Es erleichtert das Miteinander ungemein.

 

 

* alle Stories sind bewusst anonym, ohne Namen, ohne Ortsbezug und ohne echte Fotos


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